Restaurants gibt es in Frankreich gleichermaßen in beinahe allen Orten und Preislagen. In den günstigsten Häusern erhält man ein Menü schon ab 7,60 EUR, in Spitzenrestaurants- von denen es mehrere in den Pyrenäen gibt- sind finanziell nach oben kaum Grenzen gesetzt.
Qualität hat eben ihren Preis. In den französischen Restaurants ist es üblich, sich seinen Tisch zuweisen zu lassen. Meist kommt einem schon ein Ober entgegen, wenn man das Lokal betritt. Der Name Bar mag verwirrend klingen, denn diese französische Institution hat wenig mit dem zu tun, was man sich in Deutschland darunter vorstellt. Vielmehr handelt es sich hierbei um eine auch tagsüber geöffnete Kneipe, in der auch Snacks und manchmal Kuchen verkauft werden.
Ist außen über dem Eingang ein Kegel angebracht, kann man in dieser Bar ebenso Tabak, Zeitschriften und Briefmarken erstehen. Der Bar sehr ähnlich ist das Café, das ebenfalls eher einer Kneipe denn einem Café nach deutschen Vorstellungen entspricht. Wie der Name schon sagt, kann man sich natürlich einen Kaffee bestellen; außerdem gibt es aber auch alkoholische und andere alkoholfreie Getränke sowie kleine Appetithäppchen. In den meisten Lokalen- egal, welcher Art- steht auf der Rechnung Service compris, was bedeutet, dass kein Trinkgeld erwartet wird.
Dennoch fällt man keineswegs negativ auf, wenn man die zu bezahlende Summe aufrundet. Ist auf der Rechnung ein Service non compris oder kein derartiger Hinweis zu lesen, wird normalerweise ein Trinkgeld in Höhe von 10 bis 15 Prozent erwartet. Ein kulinarisches Fest wird dem Pyrenäenurlauber auf dem Land geboten: In den Fermes-Auberges, Bauernhöfen mit Bewirtung, kommen fast ausschließlich Speisen aus der eigenen Produktion auf den Tisch. Die Mahlzeiten sind überaus lecker, wohlwollend portioniert und nicht teuer- unbedingt probieren!
Mahlzeiten
Die Franzosen beginnen den Tag mit einem für deutsche Verhältnisse- nicht gerade üppigen Frühstück (petit déjeuner): In den meisten Hotels gehören dazu Croissants, Baguette, Marmelade und Tee oder Kaffee. Nur in teuren Häusern nimmt das Angebot- oft in Form eines Frühstücksbüffets- größere Ausmaße an.
Das Mittagessen (déjeuner), dass normalerweise zwischen 12 und 14 Uhr, manchmal auch bis 15 Uhr eingenommen wird, präsentiert sich aber umso reichhaltiger. Man isst in mehreren Gängen, die dafür in der Regel etwas kleinere Portionen enthalten. Viele Restaurants bieten eine Auswahl an festen Menüs an, die erheblich billiger sind als eine Zusammenstellung à la carte. Obwohl solche Menüs in einfachen Gaststätten teilweise schon für 7,60 ? zu bekommen sind, beinhalten sie immer eine Vorspeise, ein Hauptgericht und ein Dessert. Oft gehört sogar ein Vertelliter Wein dazu. Ebenfalls sehr preiswert ist die Plat du jour, ein festgelegtes Tagesgericht. Vor allem aber das französische Abendessen (diner) sprengt deutsche Dimensionen. Auch die letzte Mahlzeit des Tages besteht aus mehreren warmen Gängen. Die Speisekarte zum Abendessen, das zwischen 19 Uhr und 22 Uhr auf dem Programm steht, unterscheidet sich in den meisten Restaurants nicht von einer Mittagskarte.
Spezialitäten
So unterschiedlich, wie die Landschaften und Menschen der Pyrenäen sind, so vielfältig ist auch die Küche der verschiedenen Gebiete. Jede Region hat ihre eigenen Spezialitäten- einer kulinarischen Reise von Küste zu Küste steht nichts im Wege. Baskenland: Aufgrund der Küstennähe wird die baskische Küche unter anderem von den Gaben des Meeres geprägt. Als Paradebeispiel dafür gilt Ttoro, eine Fischsuppe, bei der mit Bestandteilen wie Muscheln, Garnelen, Sardinen und Thunfisch wahrlich nicht gespart wird.